Fallbeispiele vom „Symposium für Manuelle Therapie am Pferd“

Fallbeispiele vom „Symposium für Manuelle Therapie am Pferd“

Am vergangenen Wochenende fand in der Rhön das jährliche Symposium für „Manuelle Therapie am Pferd“ des MTAP-Verbandes statt. Neben kollegialem Austausch, Diskussionen und Wiedersehen mit Bekannten gab es fachlich sehr gute und teils hochspannende Vorträge verschiedener Referenten u.a. zu den Themen:

„Muskeltraining des Pferdes – Die Schwierigkeiten der Umsetzung“ (Tanja Richter)

„Der Huf – Spiegel und Ursache von Dysfunktionen“ (Annette Schäfer)

„Harmonisierung des schiefen Pferdes durch gezielte Aktivität der Rumpfträger“ – Francois Vliegen

„Die Therapie der Faszien des Pferdes“ (Maike Knifka
)

sowie praktische Demonstration am Pferd.

 

Hier 2 Fallbeispiele aus der Praxis:

francois5-jähriger, frisch angerittener Wallach mit ausgeprägter Schiefe und funktioneller Beinlängendifferenz: Demonstration von Therapieansätzen in Bewegung.
Der Wallach zeigt in Bewegung asymetrische Rumpfrotationen und benutzt bevorzugt sein linkes Vorderbein als Stützbein – mit der Folge, dass sowohl die Gelenkwinkel der Vorderbeine wie auch die Winkel der Hufwände rechts und links unterschiedlich sind und der gesamte Rumpf nach rechts verkippt ist.

Würde man dieses Pferd ungeachtet dessen weiterhin herkömmlich ausbilden, können Muskeln und Faszien nicht harmonisch arbeiten und das Pferd würde unweigerlich mehr und mehr Bewegungsprobleme bekommen und mit der Zeit immer steifer werden.

Pferdeausbilder Francois Vliegen macht Bewegungsangebote und -Reize, die den Wallach zum Überlegen anregen, wie er sein rechtes Vorderbein „intelligenter“ benutzen und seine rechte Seite insgesamt besser heben kann, so dass er ausbalancierter und langsfristig gesünder laufen kann.

 

tanja 2

20-jährige Stute mit starken Rückenschmerzen: Demonstration von Therapieansätzendurch manuelle Behandlung und in Bewegung.

Ihre Rückenschmerzen sind so ausgeprägt, dass kaum eine der herkömmlichen Techniken zur Entlastung des schmerzhaften Gewebes angewendet werden kann. Selbst wenn die Stute nicht mehr gearbeitet würde und stattdessen nur noch auf der Koppel stünde oder sie „nur“ einmal die Woche für 1-2 Stunden ins Gelände geritten würde, hätte sie ohne Behandlung weiterhin dauerhaft Rückenschmerzen!

Tanja Richter sucht (und findet) die Technik, die hierin diesem Fall Linderung verschafft.

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